Digitalisierung,Ethik - Transparenz,regio IT,Resilienz

Digitalisierung – Resilienz

Herr Barz fungiert als Informationsbeauftragter der Regio IT und beschäftigt sich somit tagtäglich mit Fragen zur IT – Sicherheit. Zu Beginn konfrontiert er die Zuhörer mit zwei kontroversen Äußerungen zum Thema Digitalisierung, nachlesbar u.a. in der FAS der letzten Woche. Der Aussage „wir leben in einer durchdigitalisierten Welt“ stellt er den Satz „wir sind ja noch nicht mitten in der Digitalisierung“ entgegen. So kontrovers die beiden Meinungen auch sind, sie zeigen, wie diffus das Thema wahrgenommen wird. Richtig ist- so ein vorweggenommenes Fazit des Referenten-, dass die Informationssicherheit und der Datenschutz der jeweiligen Entwicklung stets hinterherläuft.

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C.A.R.L.,Landgrabbing,Nachhaltigkeit,regionale Resilienz Aachen,Roman Herre

Landgrabbing – ein Vortrag von Herrn R. Herre

Landgrabbing –

ein Vortrag von Roman Herre , Mitglied von FIAN

07.11.2018, 18.00 Uhr im C.A.R.L

Im Rahmen der Diskussionsveranstaltungsreihe „Gespräche zur Nachhaltigkeit“  des Vereins regionale Resilienz Aachen referierte Roman Herre im Vorlesungsgebäude der RWTH Aachen über das  Thema „Landgrabbing“. Anhand von drei konkreten Beispielen veranschaulichte er die Bedeutung  und die negativen Folgen des Landgrabbings. Als absehbar war, dass die EU im Jahre 2009 für den Import von Zuckerrohr Zölle abschaffen würde, investierten im Vorfeld dieser Entscheidung Finanzanleger und Fondsgesellschaften in Kambodcha in Ackerland. Mehr als 15.000 Hektar Land wurden für die Zuckerrohrplantagen aufgekauft,  10.000 Menschen von ihrem Heimatland vertrieben.

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Grundgesetz,Klima,Tierschutz

Artikel 20a GG : Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere …

Grundgesetz 20a

Art 20a. Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

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C.A.R.L.,Digitalisierung,Prof. Pohlmann,regionale Resilienz Aachen,Vorlesungsreihe

1.Vorlesung der Reihe „Digitalisierung“ mit Prof. Pohlmann

   Der Verein „regionale Resilienz Aachen  e.V.“ organisiert einmal im Monat eine Vorlesungsreihe zum Thema Digitalisierung. Die erste Veranstaltung fand am Dienstag den 23.Oktober im C.A.R.L  statt , die nächste  Veranstaltung folgt ebenfalls im C.A.R.L  am 20. November um 18.00 Uhr.

   Mit Norbert Pohlmann referierte in der Auftaktveranstaltung ein renommierter Experte des Themas Internetsicherheit. Prof. Pohlmann lebt in Aachen, lehrt als Informatiker an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und berät in diversen Gremien  Wissenschaft und Politik. Anschaulich und sehr verständlich verglich er in seinem eineinhalbstündigen Vortrag Chancen und Risiken der Digitalisierung. Digitale Veränderungen werden auch unser zukünftiges Leben bestimmen. Ein Entzug ist nicht möglich, möglich sind jedoch Kontrolle  und  ein Bemühen um die Balance zwischen Wohlstandsmehrung und Risiken.

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Demokratie,Garzweiler II,Hambach,Klimapolitik NRW,Partizipation,Tagebau

Die Hambacher Proteste im Diskurs

Anlässlich einer kritischen Mail eines Mitbürgers bzgl. unseres Artikels zum Hambacher-Wald (https://resilienz-aachen.de/der-hambacher-wald-und-der-partizipationsgedanke/) möchten wir die Sichtweise des Autors in der nachfolgenden, anonymisierten Mail abbilden und erneut Stellung beziehen.

Nachrichtentext:  „Ich finde den sog.’Widerstand‘ im Hambacher Forst ganz einfach kriminell, auch deshalb, weil er demokratisch erlangte Genehmigungen nachträglich zu revidieren versucht. Demokratischer Widerstand hätte sich in den Genehmigungsverfahren finden müssen – Anhörungen gab es ja sicher reichlich. Dieser Umstand wird mit dem Soziologengerede von ‚Resilienz‘ etc. nur vernebelt. Danke !“

Sehr geehrter Dr. dklsdkfld,

zunächst einmal möchte ich mich bedanken für Ihren kritischen Einwand bzgl. meiner Stellungnahme zur anberaumten Rodung des Hambacher Waldes, denn einen offen geführten Diskurs zu initiieren, war genau mein Anliegen.

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Braunkohleabbau,Demokratieentwicklung,Energiewende,Partizipation,Politikverdrossenheit,Umweltschutz

Der Hambacher Tagebau und der Partizipationsgedanke

Mit dem Entscheid der Bezirksregierung Arnsberg Ende März diesen Jahres ist die Rodung des Hambacher Forstes beschlossene Sache.  Seit 2012 versuchen UmweltaktivistInnen einen der ältesten Waldbestände in Europa, den Hambacher Forst, vor seiner Abholzung zu bewahren. In den Medien hören wir von der militant anmutenden, aggressiven Vorgehensweise der AktivistInnen, die sich gegen die von RWE beauftragten Waldarbeiter, deren Rodungsmaschinen und gegen Polizisten richtet. Aus juristischer Sicht ist die RWE-AG im Recht, wenn sie sich mit Hilfe der Polizei gegen Baum- und Landbesetzer zur Wehr setzt und fortführt, was ihr im letzten Jahrhundert vertraglich zugesichert wurde – die Abholzung des Hambacher Waldes.

Doch könnte die unbeirrte Fortsetzung der Waldrodung aus politikwissenschaftlicher Perspektive nicht auch eine fatale Signalwirkung für die partizipative Demokratieentwicklung bedeuten?

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Heißzeit,Klima,Rückkoppelungen

Heißzeit

Heißzeit

 Am 7. August, nachmittags gegen 15.30 Uhr, schrillte unser Rauchmelder im Badezimmer. Ein Brand in einem gekachelten Raum – eigentlich unmöglich. Sofort eilten wir zum Tatort und stellten fest, dass der Alarm wegen der zu starken Hitzeentwicklung ausgelöst worden ist. Eine Anekdote, die abends durch die Nachrichten leider einen bitteren Nachklang fand. Unsere quasi private Heißzeit basierte auf Entwicklungen, die in der an diesem Tage veröffentlichten Studie der NOAA-Autoren beschrieben wurden. Die Wissenschaftler prognostizieren für weite Teile der Welt eine reale Heißzeit.  Nach diesen Untersuchungen sind die industriellen Treibhausgasemissionen nicht der einzige Faktor, der die Temperatur auf der Erde beeinflußt.

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Aachen,Oslo,Verkehr und Stadtplanung

Masterplan Aachen für Verkehr und Stadtplanung – nach den Vorbildern von Oslo und Kopenhagen

Die skandinavischen Städte Oslo und Kopenhagen entwickeln nachahmenswerte umweltpolitische Konzepte. Dieser Artikel konzentriert sich auf diese beiden Städte, wobei ich  die Norwegische Hauptstadt vor kurzem selbst besuchte. Das Osloer Stadtgebiet umfasst 454 qkm, zwei Drittel davon sind Grünflächen. Der Zuzug in die 666.757 Einwohner zählende Stadt führt zu  einem steigenden Verkehrsaufkommen , das durch verschiedene Maßnahmen absorbiert werden soll.

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kommunale Außenpolitik,kommunale Entwicklungspolitik,Nachhaltigkeit,SDGs,Städtepartnerschaft

Städtepartnerschaften – Ein unterschätztes Instrument kommunaler Außenpolitik

Nachdem sich im Nachkriegseuropa die sogenannte „kommunale Außenpolitik“ durch die Gründungen der zahlreichen, größtenteils bis heute bestehenden, Städtepartnerschaften als fester Bestandteil einer erfolgreichen europäischen Friedenssicherung und Völkerverständigung etablierte, verlor dieses Instrument im Zuge der großen globalisierungs- und außenpolitischen Strategien stark an Bedeutung. In den letzten Jahren ist hingegen zu beobachten, dass KommunalpolitikerInnen wieder verstärkt auf das Konzept der internationalen Städtepartnerschaften zurückgreifen, um vor allem im Ausland für ihre eigene Stadt oder Region zu werben und entsprechende wirtschaftsfördernde Kooperationen zu initiieren.

Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob sich mit dem Instrument der kommunalen Außenpolitik weitere – gesamtgesellschaftlich relevante – Potenziale erschließen lassen. Eine Neubewertung und Neuorganisation der kommunalen Außenpolitik könnte sowohl für das Konzept der Städtepartnerschaften als auch für den weiteren Globalisierungsprozess eine Bandbreite von Chancen bieten.

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böse Philosophen,Philipp Blom,Was auf dem Spiel steht

Bücher von Philipp Blom

Philipp Blom…ein lesenswerter Autor

Philipp Blom lebt als Historiker und Schriftsteller in Wien. Trotz eines gewissen Bekanntheitsgrades und vieler lobender Rezensionen war er für mich wie für viele meiner Freunde unbekannt. Der Titel seines Werkes „Die zerrissenen Jahre 1918-1938 “ erregte dann meine Aufmerkamkeit, und mit dieser Lektüre wurde ich ein  glühender Anhänger von ihm. Wer noch keine Urlaubslektüre gefunden hat, dem sei jedes der hier vorgestellten Bücher wärmstens empfohlen!

Was fasziniert an Philipp Blom? Neben Schreibstil, umfangreichem Wissen, Analysefähigkeit und originellem Themenbezug gefallen zwei Untersuchungsstränge, die mehr oder weniger offensichtlich sein Gesamtwerk durchziehen. Erstens: „wie verhalten sich Gesellschaften in Epochen großen Umbruches?“ ,und zweitens die philisophische Fragestellung: „wie ist die Konzeption der menschlichen Natur beschaffen?“

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