böse Philosophen,Philipp Blom,Was auf dem Spiel steht

Bücher von Philipp Blom

Philipp Blom…ein lesenswerter Autor

Philipp Blom lebt als Historiker und Schriftsteller in Wien. Trotz eines gewissen Bekanntheitsgrades und vieler lobender Rezensionen war er für mich wie für viele meiner Freunde unbekannt. Der Titel seines Werkes „Die zerrissenen Jahre 1918-1938 “ erregte dann meine Aufmerkamkeit, und mit dieser Lektüre wurde ich ein  glühender Anhänger von ihm. Wer noch keine Urlaubslektüre gefunden hat, dem sei jedes der hier vorgestellten Bücher wärmstens empfohlen!

Was fasziniert an Philipp Blom? Neben Schreibstil, umfangreichem Wissen, Analysefähigkeit und originellem Themenbezug gefallen zwei Untersuchungsstränge, die mehr oder weniger offensichtlich sein Gesamtwerk durchziehen. Erstens: „wie verhalten sich Gesellschaften in Epochen großen Umbruches?“ ,und zweitens die philisophische Fragestellung: „wie ist die Konzeption der menschlichen Natur beschaffen?“

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Ancien Régime,Computer,Evolution,KI

Kommentar zu dem lesenswerten Artikel von Wolfram Henn „Wehe, die Computer sagen einmal ich “ aus der FAZ vom 25. Juni 2018, Feuilleton S. 15

Kommentar zu dem lesenswerten Artikel von Wolfram Henn „Wehe, die Computer sagen einmal ich“ aus der FAZ vom 25. Juni 2018, Feuilleton S. 15

   Der Visionär und Unternehmer Elon Musk und der jüngst verstorbene Physiker Stephen Hawking warnten vor der existentiellen Bedrohung der menschlichen Zivilisation durch die ungezügelte Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Auch der Humangenetiker Wolfram Henn greift als Mitglied des Deutschen Ethikrats die  Befürchtungen dieser beiden Prominenten auf und begründet dies in einem lesenswerten Aufsatz  im Feuilleton-Teil der FAZ vom 25.Juni 2018.

   Seine Hauptthese lautet, dass die künstliche Intelligenz gefährlich werden könne, wenn sie imstande sei autonom zu handeln, woran KI-Forscher arbeiten! Prof. Henn argumentiert dabei nicht  als technikfeindlicher Skeptiker oder moralisierender Warner, eher als nüchterner Betrachter von Innovationszyklen der biologischen Evolution.

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Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit | Teil II & III

Teil II | Die Studie von Frey und Osborne gilt als führende Untersuchung über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die zukünftige Arbeitswelt. [1] Inzwischen veröffentlichten Institutionen wie das World Economic Forum in Davos[2] oder der Branchenverband Bitcom[3] ebenfalls diesbezügliche Studien, wobei die Davoser Untersuchung einem ähnlichen Methodenansatz wie Frey & Osborne nachging.  Um die Auswirkungen technologisch bedingter Innovationen auf die Arbeitswelt zu untersuchen, müssen die Tätigkeitsanforderungen  des Berufes genau erfasst werden. Ein zweiter Schritt ist die Bündelung zu Berufszweigen mit der Erfassung von Berufen ähnlicher Anforderungsbereiche.

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AI,Evolution,KI,Künstliche Intelligenz,Kurzweil

Buchbesprechung : Ray Kurzweil, Die Intelligenz der Evolution

Buchbesprechung Ray Kurzweil, Die Intelligenz dder Revolution,Wenn Mensch und Computer verschmelzen, Köln 2016, Mit einem Vorwort von Ranga Yogeshwar

Das Buch Kurzweils ist eigentlich ein nicht aktualisierter Abklatsch seiner Veröffentlichung aus dem Jahr 1999, was ihm böse Kommentare bei Buchbesprechungen einbrachte. Ich kenne nur die Auflage aus dem Jahr 2016, wobei man beim Lesen schon stutzig wird, wenn bei einem Buch dieses Jahrgangs auf alte Daten zurückgegriffen wird, obwohl doch einer seiner Hauptthesen darin besteht, das exponentielle Tempo technologischer Entwicklungen hervorzuheben. Sei’s drum, befassen wir uns mit seinen Aussagen.

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Automatisierung,Digitalisierung,Fourastié,Industrie 4.0,Industrielle Revolution,Künstliche Intelligenz,Robotik

Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit | Teil I

Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit

Teil 1

   Fast alle Aspekte unseres Handelns und Planens sind zukunftsorientiert. Planung bedeutet überwiegend Vorsorge für zukünftige Ereignisse. Wir planen unsere Berufsentscheidung oder die unserer Kinder, wir sparen für unser zukünftiges Zuhause, für den Urlaub, für die Rente, wir beten für Frieden, hoffen auf gute Ernten, Gesundheit und ein langes glückliches Leben. Persönliche Entscheidungen sowie gesellschaftliche und politische Orientierungen zielen primär aus einem Grund auf die Zukunft ab: sie soll Sicherheit bringen. Die Vergangenheit dient dabei als Erfahrungsschatz für zukünftige Entscheidungen.[1]

Freilich unterliegt eine Zukunftsanalyse bisweilen Irritationen. So wird z.B. die Bedeutung von bahnbrechenden Erfindungen unterschätzt, nicht erkannt oder die Zeit ist nicht reif genug für sie. Die griechischen Philosophen Leukipp und Demokrit stellten sich die Materie aus unteilbaren Grundbausteinen (griechisch atomos) vor, eine Theorie, die erst im frühen 19. Jahrhundert in der Wissenschaft Eingang fand. Leipniz veröffentlichte sein Dualsystem 1703 in der Zeitschrift der Pariser Akademie. Es dient heute als Grundlage der Computertechnologie, aber wer konnte das damals ahnen? Bei vielen bahnbrechenden Erfindungen wie dem Buchdruck, dem Papiergeld oder dem Schießpulver wurde die weltverändernde Bedeutung erst nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten erkannt.   

   Wie ist es heute?

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Der Wettlauf Mensch gegen Maschine

Der Wettlauf Mensch gegen Maschine[1]

Im Jahre 2013 veröffentlichten Carl Frey und Michael Osborne eine Studie mit dem Titel „THE FUTURE OF EMPLOYMENT: HOW SUSCEPTIBLE ARE JOBS TO COMPUTERISATION?“ Ein großer Teil der klassischen Produktionsarbeit, der Tätigkeiten im Transportwesen, in der Logistik und im Verkauf sowie viele unterstützende Tätigkeiten in Büros und Verwaltung, Banken und Versicherungen werden wegrationalisiert, bei 702 Berufen kommen sie auf eineWegrationalisierungsrate von 47 Prozent. Die Autoren untersuchten Auswirkungen der Computerisierung bezüglich Berufswahlen, technologischen Wandels, Lohnentwicklungen, der Arbeitsplätze sowie den Qualifizierungsanforderungen. Initiierend für die Studie waren einmal Keynes Prophezeiung kommender technologischer Arbeitslosigkeit, aber auch eine Untersuchung der Ökonomen Brynjolfsson and McAfee aus dem Jahre 2011, wonach Computer und Roboter eben nicht nur stupide Tätigkeiten ersetzen würden, sondern zunehmend hoch qualifizierte Tätigkeiten.

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Die Vierte Industrielle Revolution

Die Vierte Industrielle Revolution, Klaus Schwab, München 2016

Klaus Schwab ist Gründer und Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums in Davos. Sein Buch „Die Vierte Industrielle Revolution“ führt den Leser in die Veränderungen der Vierten Ind. Revolution ein, also in die Zeit der Digitalisierung, von Industrie 4.0, dem Internet der Dinge, der Nanotechnologie und Biotechnologie  usw.

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Ulrich Eberl (DE)

Smarte Maschinen, Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert

Buchbesprechung: Ulrich Eberl, Smarte Maschinen, Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert, München 2016

Ulrich Eberl ist einer der renommiertesten Wissenschafts- und Technikjournalisten deutscher Sprache. Er promovierte an der TU München in Biophysik und leitete 20 Jahre lang bei Siemens die Innovationskommunikation, zudem gründete er das Zukunftsmagazin „Pictures of the future“.

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Martin Ford,Roboter

Martin Ford | Wikimedia Commons | CC-BY-SA 4.0

Aufstieg der Roboter

Martin Ford, Aufstieg der Roboter, Kulmbach 2016

Martin Ford besitzt als Gründer einer Softwareentwicklungsfirma im Silicon Valley 25 Jahre Erfahrung in Computerdesign und Softwareentwicklung.Im Jahre 2009 erschien sein erstes Werk „The ligths in the tunnel„, das bislang nur in englischer Sprache erhältlich ist. Schon zu dieser Zeit stellt er in seinem Werk elementare Fragen für unsere zukünftige Arbeitswelt. Wie sieht die Ökonomie der Zukunft aus? Welche Auswirkungen haben Maschinen für die Arbeitswelt? Ersetzen neue Innovationen frei gewordene Arbeitsstellen? Für mich als Leser eröffneten sich neue Perspektiven in einer Zeit, in der PCs eher als Schreibmaschinenersatz fungierten denn als Kommunikationsuniversalist.

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Die Nullgrenzkosten Gesellschaft

Die Nullgrenzkosten Gesellschaft, Jeremy Rifkin, Frankfurt a.M. 2016
Mit Jeremy Rifkin stellen wir einen US-amerikanischen Soziologen, Ökonomen, Publizisten sowie Gründer und Vorsitzenden der Foundation on Economic Trends vor, dessen Bücher zurecht als trendsetting gelten . So sein Hauptbuch: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft aus dem Jahre 1997, wie  auch das hier zu besprechende Buch der Nullgrenzkosten Gesellschaft.

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