kommunale Außenpolitik,kommunale Entwicklungspolitik,Nachhaltigkeit,SDGs,Städtepartnerschaft

Städtepartnerschaften – Ein unterschätztes Instrument kommunaler Außenpolitik

Nachdem sich im Nachkriegseuropa die sogenannte „kommunale Außenpolitik“ durch die Gründungen der zahlreichen, größtenteils bis heute bestehenden, Städtepartnerschaften als fester Bestandteil einer erfolgreichen europäischen Friedenssicherung und Völkerverständigung etablierte, verlor dieses Instrument im Zuge der großen globalisierungs- und außenpolitischen Strategien stark an Bedeutung. In den letzten Jahren ist hingegen zu beobachten, dass KommunalpolitikerInnen wieder verstärkt auf das Konzept der internationalen Städtepartnerschaften zurückgreifen, um vor allem im Ausland für ihre eigene Stadt oder Region zu werben und entsprechende wirtschaftsfördernde Kooperationen zu initiieren.

Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob sich mit dem Instrument der kommunalen Außenpolitik weitere – gesamtgesellschaftlich relevante – Potenziale erschließen lassen. Eine Neubewertung und Neuorganisation der kommunalen Außenpolitik könnte sowohl für das Konzept der Städtepartnerschaften als auch für den weiteren Globalisierungsprozess eine Bandbreite von Chancen bieten.

Weiter lesen

böse Philosophen,Philipp Blom,Was auf dem Spiel steht

Bücher von Philipp Blom

Philipp Blom…ein lesenswerter Autor

Philipp Blom lebt als Historiker und Schriftsteller in Wien. Trotz eines gewissen Bekanntheitsgrades und vieler lobender Rezensionen war er für mich wie für viele meiner Freunde unbekannt. Der Titel seines Werkes „Die zerrissenen Jahre 1918-1938 “ erregte dann meine Aufmerkamkeit, und mit dieser Lektüre wurde ich ein  glühender Anhänger von ihm. Wer noch keine Urlaubslektüre gefunden hat, dem sei jedes der hier vorgestellten Bücher wärmstens empfohlen!

Was fasziniert an Philipp Blom? Neben Schreibstil, umfangreichem Wissen, Analysefähigkeit und originellem Themenbezug gefallen zwei Untersuchungsstränge, die mehr oder weniger offensichtlich sein Gesamtwerk durchziehen. Erstens: „wie verhalten sich Gesellschaften in Epochen großen Umbruches?“ ,und zweitens die philisophische Fragestellung: „wie ist die Konzeption der menschlichen Natur beschaffen?“

Weiter lesen

regionale Wertschöpfung

Projekt: Regionales Netzwerk für hochwertige Produkte aus heimischem Holz / Rhönholzveredler

„ECKDATEN“ – Worum geht’s?
Die Rhönholzveredler sind ein regionales Netzwerk für hochwertige Produkte aus heimischem Holz. Mitglieder des Netzwerks sind das Forstamt Hofbieber, zwei Holzbearbeiter (Frohnapfel & Sohn, Post & Dimmerling), zwei Schreinereien (Schramm, Vogler) sowie der Verein Natur- und Lebensraum Rhön. Im Verbund arbeitet das Netzwerk von der Pflege der Waldbestände über den Einschnitt der Stämme bis zur Verarbeitung zum Möbelstück in der Wohnung. Dabei geht es neben einer nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes um die Stärkung regionaler Strukturen und den Erhalt kleiner Wirtschaftsbetriebe.

Weiter lesen

Projekt: Geno ScOLAR eG in Rotenburg a.d.Fulda

„ECKDATEN“ – Worum geht’s?

Die Geno ScOLAR eG wurde im Jahre 2011 in Rotenburg a.d.Fulda von 38 Gründungsmitgliedern gegründet und zählt im Jahre 2015 über 140 Mitglieder. Im Jahre 2013 erfolgte die Anmeldung und Zulassung der Geno ScOLAR eG als Energieversorgungsunternehmen. Die Genossenschaft verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in der Region zu leisten

Weiter lesen

Genossenschaft,ökologische und faire Produktion,Regionalität,Textilhanf

Projektbeispiel: Hanffaser Uckermark eG

„ECKDATEN“ – Worum geht’s?
Die Hanffaser Uckermark eG betreibt seit 1996 eine moderne Hanf-Fabrik in Brandenburg. Dort wird auf einer landwirtschaftlichen Fläche von etwa 400 Hektar Faserhanf angebaut und in der eigenen Hanf-Fabrik verarbeitet. Seit Mai 2013 ist Hanffaser Uckermark eine Genossenschaft. Aus dem Rohstoff Hanf werden zahlreiche innovative Produkte gefertigt. Im Rahmen eigener Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden eigene Patente angemeldet, zahlreiche Gebrauchsmuster entwickelt und in die Produktion überführt, außerdem unterhält die Hanf-Faser-Fabrik einen regen Knowhow-Austausch mit Entwicklungspartnern. Das Streben gilt der Weiterentwicklung des Produktionsstandortes, der Weiterentwicklung von Anbau und Verarbeitung von Hanf, der Entwicklung neuer ökologischer Produkte aus Naturfasern, neuer Anwendungsbereiche für textile und technische Weiterverarbeitung. Zur Produktpalette der Hanffaser Uckermark eG gehören unter anderem nachhaltige Baustoffe wie Hanf-Lehm und Hanf-Dämmwolle, die zur Dach-, Fassaden- und Wanddämmung eingesetzt werden.

„HINTERGRÜNDE“ – Warum gibt’s es?
Wer Geld investiert, so die Philosophie der Hanffaser Uckermark eG, soll mitentscheiden, wofür es verwendet wird, und er soll natürlich auch am Gewinn teilhaben. Durch das Demokratieprinzip sind Genossenschaften vor dem Zugriff des internationalen Finanzkapitals weitgehend geschützt. Regionale Produktionsstandorte sichern vor Ort Arbeitsplätze und stärken die regionale Wirtschaft. Die Hanffaser Uckermark eG sorgt für faire Arbeitsbedingungen, gesunde Handelsbeziehungen und stellt Produkte her, die nachhaltig sind. Die Nutzung von Hanf hatte es in den letzten Jahrzehnten schwer in Deutschland, aber die anhaltenden Diskussionen über ökologische und faire Produktion werden immer stärker mit dem Konzept der Regionalität verknüpft. Es geht um die Möglichkeit, die Herstellerbedingungen vor Ort erfahren zu können. Daher will sich die Hanffaser Uckermark zukünftig der Entwicklung einer textilen Kette in Deutschland zuwenden. Ziel ist, langfristig eine nachhaltige Produktpalette – vom Hanfsamen über Hanf-Baustoffe, Hanf-Verbundwerkstoffe bis hin zu Textilien – anzubieten. Dabei werden Themen von der Aussaat bis zum Recycling nachhaltig angegangen.
 Solidarität, Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber späteren Generationen sind die Basis des Unternehmensmodells. Das Unternehmen stützt sich auf die Konzeption des selbstähnlichen und fraktalen Betriebes, d.h. es gibt keine Autorität außer der Sachkompetenz, Hierarchien richten sich nach den momentanen Erforderlichkeiten, können sich verkehren und sind vernetzt. In der Praxis heißt das, dass alle Mitarbeiter nach dem Prinzip der Eigenverantwortlichkeit arbeiten und allen ein hohes Maß an Befugnis obliegt, dass Kompetenzen in der Organisation der Arbeit auf die einzelnen Qualitätsbereiche übertragen sind, dass die operativen Aufgaben des Tages durch jeden Verantwortungsbereich selbst gelöst und im Kollektiv besprochen werden. Wer Hanf landwirtschaftlich anbaut, verwendet weder Pflanzenschutzmittel, noch Insektizide, denn Hanf benötigt keinen solchen Pflanzenschutz. Streng wird auf die Vermeidung von Abfall und größtmögliche Verwertung geachtet. Die Reststoffe (Blätter, Spreu, Staub, kleine Schäben- und Faserreste) werden in Holzkraftwerken CO2-neutral verstromt. Somit können alle Reste als erneuerbare Energien verwertet werden und es fällt kein Abfall an, der entsorgt werden müsste. Die Stromversorgung arbeitet über ein eigenes Energiekonzept (BHKW), Transportwege von der Landwirtschaft zur Verarbeitung werden so gering wie möglich gehalten. Bei der Herstellung werden keinerlei bedenkliche Zusätze, Bindemittel oder Aromastoffe verwendet.

„CHARAKTERISTIKA“ – Was macht’s besonders?
Neben dem Solidaritäts-, Selbstbestimmungs- und Nachhaltigkeitsgedanken, der sich bei den meisten Genossenschaften findet, zeichnet sich die Hanffaser Uckermark eG durch eine Kombination aus Rückbesinnung und Innovativität aus. Hanf wurde als Nutzpflanze bereits vor über 2000 Jahren in der Region, die heute Deutschland ist, angebaut. Im Mittelalter wurde sie im heutigen Deutschland zur wichtigsten Nutzpflanze neben dem Flachs. Heute wieder Hanf anzubauen ist dementsprechend eine Rückbesinnung auf bereits Dagewesenes. Aufgrund der klimatischen Bedingungen und geeigneter Böden erfordert der Hanfanbau keine Bewässerung, kaum Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatz, weshalb der Anbau in Mitteleuropa sinnvoll und vernünftig ist. Die Verarbeitung von Hanf nicht nur zu Textilien, sondern auch zu innovativen Baustoffen sowie die Anmeldung von Patenten zeigt die Innovationskraft der Genossenschaft. Das Unternehmen zeigt, dass ein Rückgriff auf Bewährtes zugleich sozialer und ökologischer Fortschritt sein bzw. diesem dienen kann. Der Aufbau einer Textilkette in Norddeutschland veranschaulicht, dass gesellschaftlich notwendige Güter, bei denen es seit vielen Jahren flächendeckend üblich ist, sie in Billiglohnländern herstellen zu lassen, auch regional produziert werden können, wenn man auf Industriepflanzen zurückgreift, die vor Ort geeignete Anbaubedingungen finden. Dadurch wird die Wertschöpfung in der Region gehalten und regionale Resilienz und Identität gefördert. Das Beispiel Hanffaser Uckermark motiviert dazu, darüber nachzudenken, in welchen anderen Bereichen eine Rückbesinnung zu mehr Nachhaltigkeit, Solidarität und regionaler Stabilität beitragen kann.

Weiter lesen

Bio-Produkte,Biowein,Landwirtschaft

Projektbeispiel: Bioweine in der Steiermark

„ECKDATEN“ – Worum geht’s?

»Schmecke das Leben« ist eine Wertegemeinschaft von fünf steirischen Winzern, deren Weg sie zur Erkundung eines ganzheitlichen Naturverständnisses und zu einem neuen Lebensstil führt. Auf den Ideen und den Richtlinien der Biodynamik aufbauend, führen die fünf Steirer einen intensiven Dialog über neue Wege und Erkenntnisse hinsichtlich des schonenden Umgangs mit der Natur und der nachhaltigen Weinbereitung. Teil der Wertegemeinschaft sind die Weingüter Werlitsch, Muster, Strohmeier, Tscheppe und Tauss in der Steiermark.

„HINTERGRÜNDE“ – Warum gibt’s es?

Ökologisches, nachhaltiges Wirtschaften hat die fünf steirischen Winzer zu einem neuem Bewusstsein für Natur und Leben geführt – und zu einem neuen Weinstil. Durch verantwortungsvolles Handeln mit Rücksichtnahme auf alles Leben sollen lebendige Weine erzeugt werden, die den Menschen gut tun. Als Gruppe leben sie einen lebendigen Austausch ihrer Erfahrungen, bereichern ihr Wissen im Umgang mit der Natur und nutzen Synergien. Sie leben mit der Natur, beobachten sie und lernen täglich von ihrem Land, auf dem sie arbeiten. In gemeinsamen Diskussionen werden neue Wege aufgezeigt und Ergebnisse besprochen, um sich an neuen Erkenntnissen zu freuen. Behutsame Handarbeit an den Reben und Bedacht auf Symbiose von Tieren und Pflanzen im Weinberg bestimmen das Leben der Winzer. Denn nur gesunde vitale Reben von lebendigen Böden bringen auch solche Weine hervor. Eine tiefe Verbundenheit mit dem Boden und der Wille, Geschmack und Charakter der jeweiligen Lagen möglichst authentisch und unverfälscht im Wein abzubilden, ist eine zentrale Gemeinsamkeit der fünf Weingüter. So ergeben sich nicht nur neue Perspektiven in der Bodenbearbeitung und in der Weinbereitung, sondern auch im Weingenuss. Das Ziel sind lebendige Weine, so authentisch, wie die Natur ihn werden lässt.
Ein Stück gelebte Zeit für vielfältige sinnliche Eindrücke. Es sind Weine, die über eine Geschichte verfügen und eine ebensolche zu erzählen haben. Die Geschichten handeln vom Boden, von Wachstum und Vergänglichkeit, von Beständigkeit und Veränderung, von Ursprung, Tradition und Zeit. Der Stil der Weine verlangt Offenheit und Auseinandersetzung. Die Erzeugung von naturbelassenen Weinen, so wie sie von der Erde kommen, erfordert zum einen handwerkliches Können, zum anderen die Gelassenheit, im richtigen Moment nichts zu tun und den Wein einfach werden zu lassen. Jeder Winzer setzt seine eigenen Vorstellungen von hochqualitativem, terroirgetriebenem und wirklich nachhaltigem Weinbau um. Um die Monokultur, die der Weinbau nun einmal ist, auszubremsen, wachsen Kräuter und Blütenpflanzen zwischen den Rebstöcken, Pfirsichbäume brechen die Rebreihen auf. Alle Winzer vergären ohne Reinzuchthefen – nur mit den Hefen, die natürlich im Weinberg vorkommen (Spontanvergärung) – ohne Temperaturkontrolle und setzen, wenn überhaupt, nur minimale Mengen an Schwefel ein, um den Wein mikrobiell stabil zu machen. Das Weingut Tauss betreibt ein Winzerhaus mit Gästezimmern, das ihre Überzeugungen manifestiert. Sie produzieren ihren eigenen Strom, heizen mit Hackgut, wärmen den Pool mit Solarenergie, sammeln Wasser in Regenwasserzisternen und klären Abwasser in einer eigenen biologischen Kläranlage. Es wird recycelt, was möglich ist, serviert werden Bio-Lebensmittel, und gedruckt wird mit Pflanzenölfarben.

„CHARAKTERISTIKA“ – Was macht’s besonders?

Die Wertegemeinschaft »Schmecke das Leben«, zeigt, wie Kooperation in einer traditionell hoch kompetitiven Branche auszusehen vermag. Die Winzer sehen sich nicht als Konkurrenten, sondern als Teil einer Gemeinschaft, die auf denselben »Werten« basiert. Innerhalb der Wertegemeinschaft kann sich dennoch jeder Winzer in seiner individuellen Interpretation und Umsetzung der Werte frei entfalten. Das Beispiel veranschaulicht, wie sich kleine Betriebe, die in einer Nische agieren (der Anteil des biologischen und biodynamischen Weinbaus an der Gesamtproduktion ist immer noch verhältnismäßig gering), durch einen Zusammenschluss mehr Gehör verschaffen und somit eine kleinteilige Wirtschaft erhalten können. Der Austausch und der Diskurs innerhalb der Gruppe führen zu einem stetigen gemeinsamen Lernen. Wenn es hinsichtlich einer zukunftsfähigen lebensdienlichen Wirtschaft um »Werte« geht, geht es in erster Linie um Werte wie Nachhaltigkeit, Solidarität, Gerechtigkeit, Demokratie und Resilienz. Die Frage nach dem »guten Leben« umfasst aber auch Werte wie Ästhetik und Sinnlichkeit, die durch die unterschiedlichen Formen der Kunst geschaffen werden. In den Wirtschaftswissenschaften wird dem Wirtschaftssystem folgende Aufgabe zugeschrieben: „Es hat die dauernde Unterhaltsfürsorge und die verbesserte Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen sicherzustellen, die Bedingung und Voraussetzung für die Erfüllung von außerökonomischen Zielen sind.“ Das Wirtschaften ist demnach die Basis für die Erfüllung der nicht-wirtschaftlichen Ziele, zu denen die Befriedigung des Bedürfnisses nach Ästhetik zählt. Die Kunst spielt aber noch eine weitere Rolle. Sie habe Waffen, so Jean Ziegler in einer Rede, welche der analytische Verstand nicht besitzt: Sie wühlt den Menschen „in seinem Innersten auf, durchdringt auch die dickste Betondecke des Egoismus, der Entfremdung und der Entfernung. Sie trifft den Menschen in seinem Innersten, bewegt in ihm ungeahnte Emotionen.“ Betrachtet man den Wein als eine Kunstform, kann ein authentischer Wein, der den Boden und die Natur widerspiegelt, der eine Geschichte von Vergänglichkeit, Veränderung und Ursprung erzählt und der Offenheit und Auseinandersetzung erfordert, Menschen in ihrem Innersten berühren, sensibilisieren und zur Reflexion über die bestehenden Verhältnisse bringen.

Weiter lesen

Abgasskandal,Profitmaximierung

VW-Abgasskandal? Business as usual

Einmal mehr wird so getan, als sei es ein schwarzes Schaf (Volkswagen), das die kapitalorientierte Marktwirtschaft in Verruf bringt. Es gehe „um das massive und strafwürdige Verhalten einzelner Manager“, so der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Oktober 2015 bezüglich des VW-Skandals. Manipulation, ebenso wie die Gefährdung von Mensch und Umwelt, sind demnach lediglich unangenehme Randerscheinung und Missbrauch eines ansonsten integren ökonomischen Systems. Diese Einschätzung spiegelt den massenmedialen Tenor in sämtlichen bekannt gewordenen unternehmensbezogenen Skandalen der letzten Jahre wider: Die zyklisch auftretenden Missstände seien nicht systemimmanent, sondern Folge individueller Verfehlungen. Ich stelle eine andere These auf:

Weiter lesen

Das bedingungslose Grundeinkommen – Eine Bestandsaufnahme

Die betagte Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens rückte spätestens seit der Volksabstimmung in der Schweiz zunehmend in die öffentliche Debatte. Die Befürworter prophezeien paradiesische Zustände, die Gegner sehen den Untergang der Arbeitsgesellschaft heraufziehen, die politische Linke ist uneins. Und dann gibt es da noch das Silicon Valley.

Das bedingungslose Grundeinkommen passt in keine Schublade
Es gibt kaum ein sozioökonomisches Konzept, das nach Maßgabe der etablierten Kategorisierungen (neoliberal / sozialistisch (sozialdemokratisch), konservativ / progressiv, systemerhal-tend / -umwälzend, usw.) so schwierig verortbar ist wie das bedingungslose Grundeinkommen. Dies zeigt sich nicht nur daran, dass Wissenschaftler, Politiker, Unternehmer und Journalisten unterschiedlichster Couleur das Konzept befürworten bzw. ablehnen, sondern auch daran, dass innerhalb soziokultureller und politischer Gruppierungen völlige Uneinigkeit über die Erwünschtheit der Einführung einer bedingungslosen Grundsicherung herrscht. Es sprechen ebenso schwer wiegende Argumente für wie gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Wir versuchen uns an dieser Stelle einmal an einer Bestandsaufnahme.

Weiter lesen

Nachklang zur Veranstaltung am 15. Juni 18.30 zum Thema Verkehrswende

„Aachens verkehrsbedinger CO2-Ausstoß stagniert seit Jahren auf hohem Niveau“

Aachen: Spätestens mit dem  „drohenden“ Dieselfahrverbot muss die Stadtverwaltung das Thema innerstädtische Verkehrsüberlastung zurück auf die Schreibtische der städtischen Verwaltungen und Ratssitzungen legen. Während gegenwärtig vieles danach aussieht, als würde die unter Druck geratene Verwaltung lediglich mit dem Austausch einiger stark emittierender Busse gegen einige weniger emittierende Busse im innerstädtischen Bereich versuchen, das Ruder herumzureißen um ein Dieselfahrverbot umgehen zu können, so denken viele Bürger und Bürgerinnen weiter. 

Weiter lesen

Aachen,Couven-Gymnasium,grüne Stadt,nachhaltige Stadt

Projekttag im Couven-Gymnasium: Grüne und nachhaltige Stadt Aachen

von Janina Soboll

Im Rahmen des Europatages am 09. Mai 2018 lud das Couven Gymnasium zum wiederholten Male verschiedene ReferntInnen, zu denen auch wir uns zählen durften, ein und bot ihren SchülerInnen den Rahmen zur Projektarbeit und Diskussion zu (europa-)relevanten Themen.

Das Hauptthema „Im Herzen Europas, im Alltag der Schülerinnen und Schüler – bekannte und unbekannte Seiten Europäischer Kultur in Aachen“ wurde getragen von verschiedenen Angeboten für die jeweiligen Stufen. Die Unter- und Mittelstufen setzten sich beispielsweise mit unterschiedlichen kulturellen Aspekten Europas (wie Künstlern oder auch dem Jakobsweg…) auseinander und suchten mögliche gemeinsame Berührungspunkte untereinander. Für die Oberstufenschüler gab es ein vielfältiges Angebot an Workshops, aus denen sie wählen konnten und deren Arbeitsergebnisse zum Abschluss in der Aula präsentiert wurden. Dazu gehörten auch die Ergebnisse der TeilnehmerInnen aus unserem Workshop, bei denen wir uns an dieser Stelle noch einmal für ihre Teilnahme an der Planung einer „grünen und nachhaltigen Stadt Aachen“ bedanken möchten und ohne die das Folgende nicht zu berichten wäre:

Weiter lesen