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Arbeitskreis „Ökologisierung der Land- und Forstwirtschaft“

Eine Transformation der Land- wie auch der Forstwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit ist notwendig, wenn nicht sogar überfällig, um langfristig unser Klima, natürliche Ressourcen und die Biodiversität unseres Planeten zu schützen. Der Arbeitskreis „Ökologisierung der regionalen Land- und Forstwirtschaft“ des Vereins Regionale Resilienz Aachen möchte den Transformationsprozess zu einer ökologischen und nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft in der StädteRegion Aachen anstoßen und mitgestalten. Gemeinsam mit  regionalen Akteuren soll mit Blick auf die Nahrungsmittelproduktion ermittelt werden:

  1. wie regional produzierte landwirtschaftliche Bio-Produkte für alle leichter zugänglich gemacht werden können (auch in den zentrumsfernen Dörfern und Stadtteilen),
  2. wie sich die Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten über effektivere Vermarktungs- und bewusstseinsbildende Marketingsysteme steigern lässt,
  3. welche Anreize hiesige Landwirte dazu bringen könnten, auf Ökolandbau umzusteigen und
  4. ob, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen die StädteRegion das räumliche Potenzial hat, die Region zunehmend mit hiesigen Bio-Nahrungsmitteln zu versorgen.

Hinsichtlich der forstwirtschaftlichen Nutzung unserer Wälder möchten wir für eine Forstwirtschaft mit mehr Fingerspitzengefühl im Umgang mit der Natur sensibilisieren.

Ziel:

  • Sommer 2019: Fertigstellung einer ROADMAP 1, in der im Dialog mit Akteuren aus der Landwirtschaft, der Vermarktung sowie der Kundenebene eine Bedarfsanalyse erstellt wird.

Wir suchen interessierte Studierende/PraktikantInnen, die an dieser Roadmap und/oder in unserem Arbeitskreis mitwirken möchten! Ansprechpartnerin:

Schritt14

Leserbrief in AN, Mittw. 11. Nov.2020 von Raphaela Kell zur Europäischen Agrarreform

Leserbrief in AN, Mittw. 11. Nov.2020 von Raphaela Kell zur Europäischen Agrarreform

Öko-Wende oder Mogelpackung?

Angesichts dieser neuen agrarpolitischen Mogelpackung fühlen viele Menchen Wut und Frustration in sich aufsteigen. Wieder einmal lähmen die Einflüsterungen der Großagrarier den dringend benötigten Wechsel von einer umweltfeindlichen hin zu einer ökologisch wertvollen Landwirtschaft. Fast 40% des geamten EU-Haushaltes werden nach dem Motto „je mehr Land, desto mehe Subventionen“ ausgeschüttet, statt Klima- und Tierschutz zu honorieren. Wieder haben die Interessen der Großagrarier die Argumente der Wissenschaft, des Weltklimarats, des Weltbiodiversitätsrates und selbst der ErdenkerIn des „Green Deal“ ausgehebelt. Vielleicht bekommen wir in den Städten und Gemeinden, dort wo die Menschen den Rückgang der Artenvielfalt direkt erleben, wo die Wasserversorgung dank der Nitratbelastungen immer teurer wird und wo der Klimwandel sich in vertrocknenden Wäldern und leeren Bachläufen abzeichnet, die politischen Hebel endlich betätigt, die auf der europäischen und bundesdeutschen Ebene offensichtlich in den Verkrustungen einer längst überholten, lobbyistisch beeinflussten, Agrarpolitik festsitzen.Auf der kommunalpolitischen Ebene gibt es durchaus wirkmächtige Hebel, um unsere Land- und Forstwirtschaft im Sinne eines effektiven Umwelt-, Klima- und Tierschutzes umzubauen. Auf der kommunalen Ebene sollten wir jetzt versuchen, gemeinsam mit den LandwirtInnen, die nicht am Dauertropf der EU-Subventionen hängen bleiben wollen und die ihren Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Tierschutz leisten möchten, ein Transformationskonzept zu entwickeln, das Qualität, Gemeinwohl und Naturschutz belohnt, statt weiterhin nur auf Masse, Größe und ein „Weiter so, wie bisher“ zu setzen.

Schritt13

Leserbrief in AN, zur Europäischen Agrarreform von Jan Salzmann

Leserbrief in AN, zur Europäischen Agrarreform von Jan Salzmann

„Die EU Agrarreform ist alles andere als ein Weiter so“ läßt Landwirtschaftministerin Julia Klöckner verkünden. Ein Blick auf die Zahlen läßt mich rätseln, wie Frau Klöckner zu diesem Schluss kommt. In den nächsten 7 Jahren werden über 300 Milliarden Euro ohne jegliche ökologische oder soziale Auflagen an die Landwirte verteilt. Mit den Steuermilliarden werden somit weiterhin das Quälen unzähliger Tiere bei Aufzucht, Transport und Schlachtung, die Vergiftung des Wassers durch Nitrate, das Aussterben zahlreicher Insektenarten und die Verseuchung unserer Äcker mit Glyphosat unterstützt.

Die milliardenschweren Subventionen sorgen in Deutschland für billige Lebensmittel. Die Bauern in armen Ländern, vor allem in Afrika, können gegen dieses Preisdumping nicht an. Wir exportieren nicht nur Plastikmüll, Elektroschrott und alte Autos, sondern auch jede Menge Lebensmittel, die unter örtlichem Erzeugerpreis produziert wurden. Die Folgen sind gut untersucht. Der Export subventionierter Landwirschaftgüter führt zu Hungern und Verhungern. Dann muss die UN helfen. Das Welternährungsprogramm erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis und Frau Klöckner gratuliert: „Herzlichen Glückwunsch zum Nobelpreis – denn ein hungriger Magen findet keinen Frieden“

Schritt12

Mein Teller entscheidet; 11 Gründe für eine pflanzliche Ernährung

Mein Teller entscheidet; 11 Gründe für eine pflanzliche Ernährung

Unser Flyer: „Mein Teller entscheidet: 11 Gründe für eine pflanzliche Ernährung“ ist fertig! Mit ihm im Gepäck begleiteten wir die BUKO-PharmaTheatergruppe „Schluck & weg“, die am 16.09.2020 in der Aachener Innenstadt in mehreren Aufführungen zum Thema Antibiotika-Resistenzen unter anderem auf die gesundheitlichen Folgen unseres Fleischkonsums aufmerksam machte.

Unser Flyer ergänzt ihr Anliegen um klima-, umwelt- und ressourcenpolitische sowie insbesondere auch tierethische Aspekte.

Hier einige Momentaufnahmen aus dem Theaterstück an der Aachener Citykirche:

Schritt11

Kampagne „FairSpeisen: Mein Teller entscheidet!“

Gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Aachen sowie einigen zivilgesellschaftlichen Organisationen planen wir in 2020 eine Kampagne zur Ökologisierung der regionalen Landwirtschaft und der hiesigen Ernährungskultur. Bausteine dieser Kampagne werden sein:

– in Kooperation mit dem Institut für Politische Wissenschaft ermittelt unser Arbeitskreis auf Basis einer qualitativen Umfrage die  gastronomischen Potenziale zur Unterstützung einer nachhaltigen Ernährungskultur in Aachen. Ziel dieser Untersuchung ist es herauszufinden, unter welchen Rahmenbedingungen die hiesige Gastronomie (Restaurants, Cafés, Mensen) ein größeres Angebot an veganen, vegetarischen, regional und biologisch erzeugten Menüs und Speisen anbieten würde.

– Zugleich möchten wir eine vegan-vegetarische Restaurant-Karte erstellen,  die bei der Suche nach Restaurants mit größerem veganen und vegetarischen Menüangeboten – jenseits von den obligatorischen vegetarischen Salaten, Pizzen und Pastas – hilft.

– Es sind Vorträge über Tierethik und Ernährung sowie über die globalen, agrarökonomischen und gesundheitlichen Folgen unserer Ernährungskultur geplant.

– Zudem werden entsprechende Infomaterialen erstellt, die die Zusammenhänge zwischen dem Konsum von tierischen Nahrungsmitteln und den globalen Folgenwirkungen der industrialisierten Landwirtschaft verdeutlichen.

– Schwerpunkt unserer Arbeit wird die Organisation und Durchführung des für den 30.Oktober 2020 geplanten Symposiums mit dem Biolandvorsitzenden und Autors von „Foodcrash“ Felix zu Löwenstein sein. Im Rahmen des Symposiums soll gemeinsam mit Akteuren der Landwirtschaft, Gastronomie, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sowie einigen zivilgesellschaftlichen Organisationen über die kommunalpolitischen Stellschrauben zur Förderung einer ökologischen Landwirtschaft und nachhaltigen Ernährungskultur diskutiert und beraten werden.

Schritt10

Artikel zum Thema „Bauern-Demonstrationen“ veröffentlicht

In Kooperation mit unserem Arbeitskreis „Ökologisierung der Landwirtschaft“ hat Claus Mayr vom NABU (Städteverband Aachen e.V) einen Faktencheck ausgearbeitet, um die Argumentationslinien kritisch zu beleuchten, die durch die augenblicklichen Bauern-Proteste gegen das Agrarpaket der Bundesregierung von den Medien aufgegriffen werden.

https://resilienz-aachen.de/3099-2/

Schritt9

Leserbrief in AZ

Leserbrief in AZ

Unter der Überschrift „Gift, Höfe der Zukunft…; Landwirtschaft und Klima“ wurde am 2.11.2019 in der AZ unser Leserbrief veröffentlicht, in dem wir auf die Demonstrationen der Landwirte gegen das Klimaschutzpaket der Bundesregierung und den hierzu verfassten Artikel „Aachener Landwirte fühlen sich weiterhin unverstanden“ vom 31.10.2019 Bezug nehmen (R.Kell):

„Angesichts der demonstrierenden Landwirte frage ich mich, was diese nun eigentlich wirklich wollen? Möchten Sie keinen Natur- und Insektenschutz betreiben, der ja insbesondere und vor allem der Landwirtschaft zu Gute käme? Möchten Sie keinen Grund- und Trinkwasserschutz betreiben? Möchten Sie weiterhin ihren Tieren ohne Narkose Schwänze und Hörner abschneiden und auch künftig jeglichem Tierschutz die Stirn bieten? Wo, liebe Landwirte, bleibt Ihr konstruktiver Vorschlag zum Umwelt-, Klima- und Tierschutz? Seit Jahren entziehen Sie sich der dringend notwendigen Auflagen mit Hilfe der Agrarlobby, die auch im Fall des Glyphosatverbotes auf EU-Ebene und im Fall des Verbots von narkosefreien Schwanzamputationen in der Schweinemast das politische Ruder zulasten des Umwelt- und Tierschutzes rumreißen konnte. Mit Blick auf das von Ihnen prognostizierte Höfesterben, schauen Sie sich doch bitte die Betriebsbilanzen der Biohöfe an. Die Biohöfe stehen im Vergleich zu den konventionell arbeitenden Landwirtschaftsbetrieben wirtschaftlich erstaunlich stabil da, obwohl sie ihre Betriebe nach deutlich strengeren Umwelt- und Tierschutzkriterien betreiben. Nicht die Umwelt- und Tierschutzauflagen wirken sich ruinös auf die Landwirtschaftsbetriebe aus, sondern insbesondere eine fehlgeleitete Subventionspolitik, die vor allem landwirtschaftlichen Großbetrieben zu noch mehr Größe verhilft. Bitte haben Sie jetzt den Mut, sich bzw. Ihre Betriebe zukunftsfähig zu machen und das Ihnen Mögliche dafür zu tun, endlich konstruktiv an den Themen Klima-, Umwelt- und Tierschutz zu arbeiten. Es geht! Das beweist die wachsende Zahl der Bio-Betriebe, die sich notgedrungen von Subventionszwängen und ihren Folgewirkungen befreit haben. Eine andere Landwirtschaft ist möglich!“

Schritt8

Artikel „Die Rettung des deutschen Waldes und die Frage der Nachhaltigkeit“ veröffentlicht

Artikel „Die Rettung des deutschen Waldes und die Frage der Nachhaltigkeit“ veröffentlicht

Zur aktuellen Waldsituation haben wir am 15.10.2019 den Artikel „Die Rettung des deutschen Waldes und die Frage der Nachhaltigkeit“  auf unserer Homepage publiziert https://resilienz-aachen.de/die-rettung-des-deutschen-waldes-und-die-frage-der-nachhaltigkeit/

Schritt7

Mitarbeit am Runden Tisch Klimanotstand Aachen

Mitarbeit am Runden Tisch Klimanotstand Aachen

Gemeinsam mit anderen engagierten Aachener Bürger*innen waren wir an der Ausarbeitung eines Forderungenkatalog zur Ökologisierung der Land- und Forstwirtschaft beteiligt, der am 18.09.2019 an den Rat der Stadt Aachen überreicht wurde.

Forderungenkatalog:

https://klimanotstand-ac.next-cloud.org/index.php/s/Hj58gQb5sBFszWP?fbclid=IwAR0gyvBNhWJJ49vc2px0GwLp6Yl8wsdZMHbgXpn1XwACrbMbboGE85DcJMw#pdfviewer

Schritt6

Fertigstellung UROP-Bericht

03.08.2019 Fertigstellung und Veröffentlichung der Studie „Partizipative Mitgestaltungsmöglichkeiten am agrarökonomischen Transformationsprozess – Vermarktungsstrategien für regional erzeugte Biolebensmittel“ von Janicka Oechsner: https://resilienz-aachen.de/partizipative-mitgestaltungsmoeglichkeiten-am-agraroekonomischen-trasformationsprozess-vermarktungsstrategien-fuer-regional-erzeugte-biolebensmittel/

Schritt5

Kommunaler Forderungenkatalog gegen das Artensterben

Kommunaler Forderungenkatalog gegen das Artensterben

Der AK „Ökologisierung der Landwirtschaft“ hat einen ersten 10-Punkte-Katalog entworfen, um auf der kommunalpolitischen Ebene erste Maßnahmen gegen das Artensterben zu ergreifen https://resilienz-aachen.de/das-schwinden-der-artenvielfalt-kommunaler-forderungskatalog/