Mehr Demokratie durch zivilgesellschaftliches Engagement

Wann: Di, 02.07.2019 | 19:00–21:00 Uhr
Wo: C.A.R.L.
Kategorie: gemeinsame Veranstaltung


Vortrag mit anschließender Diskussion im Rahmen des 33. Aachener Weltfest
in Kooperation mit: Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen
und Regionale Resilienz Aachen e. V.

Immer mehr zivilgesellschaftliche Organisationen (NGOs) mischen sich angesichts der wachsenden Umwelt-, Klima- und Ressourcenkrisen und angesichts der zu beobachtenden gesellschaftlichen Polarisierungen auf der kommunalen Ebene im Sinne der 2015 von den Vereinten Nationen ratifizierten Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in das politische Geschehen ein. Im Empfinden der BürgerInnen versagen die demokratisch gewählten Parlamente immer deutlicher bei der Bekämpfung elementarer Bedrohungen, die durch eine fehlgeleitete, wachstumsfixierte Wirtschaftspolitik für unsere Umwelt und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt entstanden sind. Das wachsende zivilgesellschaftliche Engagement ist zugleich auch Ausdruck einer gesellschaftlichen Kritik an der politischen Lethargie ihrer gewählten Regierungen, denen nur noch die wenigsten BürgerInnen zutrauen, zukunftsfähige Lösungen zur Bekämpfung der anstehenden Probleme und zur Gestaltung der anstehenden Transformationsprozesse auszuarbeiten und zu implementieren. Dabei weitet sich die Kritik an der Unzulänglichkeit der politischen EntscheidungsträgerInnen immer mehr auch zu einer grundsätzlichen Kritik an unserem Demokratie-Konzept aus, das auch nach Ansicht vieler Wissenschaftler nur noch bedingt tauglich ist, um die immer komplexer werdenden sozio-ökonomischen und ökologischen Probleme und Herausforderungen zeitnah und zukunftsweisend zu lösen.

Brauchen wir ein neues Demokratie-Konzept, das durch mehr Teilhabe der Zivilgesellschaft das politische Versage der parlamentarischen Demokratie kompensieren hilft, der wachsenden Politikverdrossenheit entgegenwirkt und unsere Regionen resilienter gegen Krisen macht?


Referent: DANIEL OPPOLD hat Politik- und Verwaltungswissenschaften (M.A. Universität Konstanz) und Public Management und Governance (B.A. Zeppelin University Friedrichshafen) studiert. Sein wissenschaftliches Interesse gilt in besonderer Weise dem Bereich der beteiligungszentrierten Demokratietheorien und der Erforschung dialogorientierter Beteiligungsformen. Nach seinem Bachelorstudium war Daniel Oppold als persönlicher Referent des Vorstandsvorsitzenden und Mitarbeiter im Referat Strategische Unternehmensentwicklung und Planung beim diakonischen Sozialdienstleister „Die Zieglerschen e.V.“ in Wilhelmsdorf (Baden-Württemberg) tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Beteiligungszentrierte Demokratietheorie, Dialogorientierte Bürgerbeteiligung, Ko-kreative Prozesse. Seit Oktober 2016 arbeitet er am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) im Forschungsprojekt „Ko-Kreation und zeitgemäße Politikberatung“. Zudem ist er in der Abteilung „Forschungsmanagement und Organisationsentwicklung“ des IASS tätig.


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