Freiheit gehört nicht nur den Reichen – Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus

Wann: Fr, 08.05.2020 | 19:00–21:00 Uhr
Wo: LOGOI – Institut für Philosophie und Diskurs

Kategorie: weitere Veranstaltungen


»Philosophie trifft Politik« – Philosophische Matinee 2020


Prof. Lisa Herzog: »Freiheit gehört nicht nur den Reichen – Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus«.  Eintritt frei!


Freiheit ist mehr als die Freiheit zu wirtschaften. Lisa Herzog stellt dar, wie Liberalismus heute gedacht werden muss, damit er nicht im Widerspruch zu Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und einem gelingenden Leben steht. Freiheit, so ihr Plädoyer, muss vielschichtiger verstanden werden, um zu sehen, welche Rolle Märkte für eine gute Gesellschaft spielen können. Sie entwirft das Bild einer Gesellschaft, die allen Mitgliedern ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht und zugleich mit den begrenzten Ressourcen der natürlichen Welt vereinbar ist und geht dabei der Frage nach, wie eine Politik aussehen kann, die sich auch jenseits des Wachstumszwangs an einem selbstbestimmten Leben für alle Menschen orientiert.

Kurzvita:
Lisa Herzog ist Philosophin, Sozialwissenschaftlerin und Autorin mehrerer Bücher. Sie ist Professorin am Centre for Philosophy, Politics and Economics der Universität Groningen in den Niederlanden. 2019 erhielt die den Deutschen Preis für Philosophie und Sozialethik.


Die Veranstaltungsreihe Philosophische Matinee lädt seit 2013 sowohl politisch als auch philosophisch Interessierte zum Nachdenken und Austauschen ein. Das Philosophische Institut der RWTH Aachen, das Institut für Politische Wissenschaft der RWTH, das Eine Welt Forum Aachen, LOGOI Institut für Philosophie und Diskurs und Amnesty International Aachen beleuchten mit diesem Gemeinschaftsprojekt globale Themen wie Vertreibung, Folter, Menschenrechte und Verteilungsungerechtigkeit aus philosophischer Sicht. Spezielle Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Es sind vor allen Dingen normative Fragen, die bei politischen Diskussionen über die Bewältigung von Krisensituationen aufgeworfen werden. Hier verschränken sich Politik und Philosophie, insofern die philosophische Perspektive das politische Diskursfeld begrifflich absteckt und dabei ethisch und moralisch relevante Fragen aufgreift, erläutert und Handlungsvorschläge unterbreitet. Die Resonanz auf die Veranstaltung in den vergangenen Jahren hat gezeigt: Das Interesse am öffentlichen Diskurs über gesellschaftlich relevante Themen, die uns berühren, verunsichern und mit Fragen konfrontieren, ist groß. Diesem Diskurs geben wir mit der Matinee jedes Jahr auf ś Neue Raum. Die Vorträge sind dabei so verständlich gehalten, dass sie sich an die breite interessierte Öffentlichkeit richten. Philosophische Perspektiven und Theorien werden grundlegend nahe gebracht und allgemeinverständlich vermittelt. Im Anschluss an die i.d.R. 40-minütigen Vorträge wird der Diskurs mit dem Publikum weitergeführt und auch nach offiziellem Veranstaltungsende können sich die Referent*innen und Besucher*innen bei einem Glas Wein oder Wasser weiter austauschen. Im Februar startet das Gemeinschaftsprojekt in seine nächste Runde. Gemeinsam mit allen Kooperationspartner*innen präsentiert die Matinee auch in diesem Jahr ein inhaltlich spannendes und thematisch abwechslungsreiches Programm.


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