Erde sein – Versöhnung von Ökonomie, Natur und Menschlichkeit

Wann: So, 01.05.2022 | 12:00–14:00 Uhr
Wo: Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen

Kategorie: Veranstaltungen von Kooperationspartnern


Warum zerstört unsere Wirtschaft Natur und erzeugt Ungleichheit? Weil sie auf einem falschen Bild des Lebens beruht, in dem der Stärkste gewinnt und nur Überlegenheit Erfolg verleiht. Leben aber ist nicht die Geschichte des Sieges einzelner, sondern ein Geben und Nehmen im gegenseitigen Austausch. Erst wenn wir diese Gegenseitigkeit erfassen, können wir eine Kultur ersinnen, die Leben nicht vernichtet, sondern das fundamentale ökologische Prinzip gestaltet: die gemeinsame Teilhabe an einem lebenden Ganzen.

Kurzvita

Der Biologe, Philosoph und Schriftsteller Dr. Andreas Weber, 54, ergründet Lebendigkeit als sinnliche, subjektive, geteilte und poetische Erfahrung. Er lehrt an der Universität der Künste und am Bard College, Berlin und ist Visiting Professor an der UNISG, Pollenzo, Italien und am Indian Institute of Technology, Guwahati. Jüngste Buchveröffentlichungen: “Indigenialität” (Nicolai, 2018), “Enlivenment. A Poetics for the Anthropocene” (MIT Press, 2019), “Warum Kompromisse schließen” (Duden-Verlag, 2020) und “Sharing Life: An Ecopolitics of Reciprocity” (Böll-Stiftung, 2021) Er promovierte bei Hartmut Böhme (Berlin) und Francisco Varela (Paris) über „Natur als Bedeutung. Versuch einer semiotischen Theorie des Lebendigen“. Er arbeitet als Schriftsteller und Journalist sowie als Hochschuldozent an der Universität der Künste Berlin und als Lehrbeauftragter im Fach Journalistik an der Universität Hamburg (Seminar „Reportagepraxis“). Journalistische Arbeiten seit 1994, vor allem für GEO, Merian, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, National Geographic, mare, Greenpeace Magazin, Oya. 2003/2004


Die Veranstaltungsreihe Philosophische Matinee lädt sowohl politisch als auch philosophisch Interessierte zum Nachdenken und Austauschen ein. Das Philosophische Institut sowie das Institut für Politische Wissenschaft der RWTH, die Volkshochschule, das Eine Welt Forum, Amnesty International Bezirk Aachen und LOGOI Institut für Philosophie und Diskurs beleuchten mit diesem Gemeinschaftsprojekt globale Themen wie Weltarmut, Menschenrechte und Verteilungsungerechtigkeit aus philosophischer Sicht.

Bei Getränken und kulinarischen Angeboten kann das Gespräch fortgesetzt werden. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Philosophische Matinee richtet sich auch an philosophische Laien.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.