Das Internet bedroht die Demokratie. EINWAND! Die größere Bedrohung sind die gesteuerten Kampagnen der dominierenden Medien.

Wann: Mi, 12.02.2020 | 18:00–20:00 Uhr
Wo: Haus der Ev. Kirche

Kategorie: Veranstaltungen von Kooperationspartnern


Der Zerfall der Öffentlichkeit in den „Echokammern“ der sozialen Medien wird als Bedrohung der Demokratie beklagt. Das sind ausgesprochen verlogene Parolen. Tatsächlich haben zuerst die etablierten Medien versagt. Sie beteiligen sich regelmäßig an den systematisch geplanten und von Interessen geleiteten Kampagnen der Meinungsbildung. Nahezu keine der großen politischen Entscheidungen ist ohne diese Fremdbestimmung vorbereitet worden und gefallen.

Unsere Freiheit und die Vernunft politischer Entscheidungen sind deshalb bedroht. Wir müssen wieder lernen, weniger zu glauben, alles zu hinterfragen, selbst zu denken. Wir müssen bei wichtigen Fragen unseres Zusammenlebens und des Zusammenlebens mit anderen Völkern eine Gegenöffentlichkeit zur herrschenden veröffentlichten Meinung aufbauen. Das wird nur zu schaffen sein, wenn sich die Zweifelnden zusammen tun. Anpassung oder Zweifeln – das ist die Frage.

Referent: ALBRECHT MÜLLER ist Herausgeber des politischen Blogs www.nachdenkseiten.de und Autor zahlreicher Beiträge. Er war unter Brand und Schmidt Planungschef im Bundeskanzleramt und 1987 bis 1994 für die SPD Abgeordneter des Deutschen Bundestages. In seinen Artikeln und Büchern beschreibt er schwerpunktmäßig Manipulationsversuche sowie Kampagnen und Strategien der Meinungsmache und die dahinter stehenden Interessen.


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